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Fasnacht der Freiberge: die 62. Ausgabe in Le Noirmont, 13.-17. Februar 2026
12.1.2026

Die Fasnacht der Freiberge findet vom 13. bis 17. Februar 2026 statt. Thema dieses Jahr: Carnaval s'enflamme. Cliquen, Sauvages-Auftritt, Kostümtanz und vieles mehr.
Jeden Winter verwandelt sich Le Noirmont in das Fasnachtszentrum des Juras. Die Fasnacht der Freiberge, bekannt als "Carimentran", ist weit mehr als eine Kostümfete: Sie ist eine lebendige Tradition, die seit 2011 auf der Liste der 167 lebendigen Traditionen der Schweiz steht, getragen von Jahrhunderten jurassischer Volkskultur. Die 62. Ausgabe findet vom 13. bis 17. Februar 2026 unter dem Motto "Carnaval déclare sa flamme!" statt.
Eine jahrtausendealte Tradition, neu belebt
Die jurassische Fasnacht hat ihre Wurzeln in alten Volksbräuchen, die mit dem Winterzyklus und der Ankündigung des Frühlings verbunden sind. "Carimentran" ist der Spitzname der symbolischen Fasnachtsfigur, eine Art Wintereffigie, die das Fest rituell verurteilt und verbrennt, um die Kälte zu vertreiben.
Die Tradition der Sauvages (Wilden), zentrales Element der Fasnacht von Le Noirmont, war allerdings seit Generationen verschwunden. Dank der Forschungen des Basler Künstlers Jurg Gabele, inspiriert von einer Universitätsarbeit der Historikerin Laurence Marti, wurde der Auftritt der Sauvages 1991 wieder eingeführt. Heute gehört dieses Ritual zu den meistfotografierten Momenten im Festkalender des Berner Juras.
Der Auftritt der Sauvages: der Gründungsmoment
Noch vor dem offiziellen Beginn der Fasnacht sieht die Tradition vor, dass die Sauvages am Abend des letzten Vollmonds vor den Fasnachtstagen auftreten. Für die Ausgabe 2026 fand dieser Auftritt am 1. Februar 2026 um 20.15 Uhr auf dem Brunnenplatz nahe der Kirche von Le Noirmont statt.
Die Sauvages sind Männer, gekleidet in Tannenzweige, Zapfen, Efeu und sogar Schnecken. Ihre Gesichter sind geschwärzt. Manche Kostüme können bis zu 40 Kilogramm wiegen. Mit grossen Glocken ausgerüstet, ziehen sie durch die Strassen von Le Noirmont, schreien und brummen, verfolgen Passanten, um die Menge aufzuschrecken.
Höhepunkt des Auftritts: die Jagd auf die "baichatte", eine bestimmte junge Frau, die die Sauvages durch Rufen von "Connu, connu!" herausfordert. Wenn sie diese fangen, landet sie symbolisch im Brunnen. Komisch, theatralisch, authentisch.
Dieses Ritual markiert offiziell den Beginn der Fasnachtszeit und schafft eine festliche und leicht beunruhigende Atmosphäre, die Kinder lieben (und Erwachsene auch).
Programm der 62. Ausgabe, 13.-17. Februar 2026
Die Fasnacht folgt einer Struktur aus vier traditionellen Phasen: Sauvages, Baitchai, Grand Manger und Tod des Carimentran. Jede Phase hat ihre eigene Atmosphäre und eigene Rituale.
Freitag 13. Februar: die Eröffnung
Der Eröffnungsabend lanciert offiziell die Festlichkeiten mit Musikanimationen im Keller und einer Silent Party, um die Nacht zu verlängern. Die Stimmung ist aufgekratzt, Kostüme erscheinen in den Strassen von Le Noirmont.
Samstag 14. bis Dienstag 17. Februar
Die Cliquen: Musikgruppen in Kostümen, die während der gesamten Fasnacht durch die Strassen von Le Noirmont ziehen, Trommeln schlagend und Blechblasinstrumente spielend. Das ist der charakteristische Klang der jurassischen Fasnacht.
DJ Fresh Fred: am Samstag- und Dienstagabend animiert dieser DJ mit ansteckender Energie die Tanzabende.
Tod des Carimentran: am Dienstagabend wird die symbolische Fasnachtsfigur auf dem öffentlichen Platz rituell verurteilt und verbrannt, was das Ende der Festlichkeiten und die Rückkehr zur Normalität bedeutet.
Freier Eintritt für alle Aussenanimationen. Buvetten und Verpflegungsstände sind während der gesamten Festlichkeiten vorhanden.
Vollständiges und aktualisiertes Programm auf carimentran.ch.
Die Cliquen: die musikalische Seele der Fasnacht
Die Cliquen sind Musikgruppen, die der jurassischen Fasnachtstradition eigen sind. Zusammengesetzt aus Schlagzeug (Trommeln, Snare) und Blechbläsern (Trompeten, Posaunen, Saxophone), schaffen sie einen festlichen und ohrenbetäubenden Klang, der in allen Gassen von Le Noirmont während der fünf Fasnachtstage widerhallt.
Jede Clique hat ihre Farben, ihr Kostüm und ihre Persönlichkeit. Manche bestehen aus Musikern aller Altersgruppen, was der Tradition eine generationenübergreifende Dimension verleiht. Einer Clique in einer gepflasterten Gasse von Le Noirmont zu begegnen, leuchtende Kostüme und Trommeln, die an den Fassaden widerhallen, ist ein unvergessliches Klang- und Seherlebnis.
Stimmung und Kostüme
Die Fasnacht der Freiberge ist ein Strassenfest, das auf Plätzen, in Kellern und improvisierten Buvetten gelebt wird. Kostümierung ist für Besucher nicht obligatorisch, wird aber sehr geschätzt. Das Thema 2026 ("Carnaval déclare sa flamme!") lädt zu bunten, feurigen Kostümen ein: Rot, Orange, Gold, mit Bezügen zu Feuer und Leidenschaft.
Einige Tipps für den Kostümauftritt:
Warm anziehen: Mitte Februar in den Freibergen können die Temperaturen nachts unter null sinken. Dicke Kostüme oder Thermokleidung darunter sind empfohlen.
Wanderschuhe: die Strassen von Le Noirmont sind während der Fasnacht nicht immer ausgeräumt.
Masken und Schminke: Masken sind willkommen, "Fasnachts"-Schminke sehr beliebt.
Zugang ab Les Breuleux
Le Noirmont ist das Nachbardorf von Les Breuleux, nur wenige Minuten entfernt:
Mit dem Zug: 7 Minuten ab dem Bahnhof Les Breuleux (1,5 km von der Wohnung zu Fuss) bis zum Bahnhof Le Noirmont. Das ist die empfohlene Option während der Fasnacht, da die Parkplätze schnell belegt sind.
Mit dem Auto: rund 9 Minuten (6 km). Temporäre Parkplätze werden an den Festtagen in der Peripherie von Le Noirmont organisiert.
Ab der Ferienwohnung Chez Nous sind Sie wirklich in Reichweite der Fasnacht.
Wissenswertes über den Carimentran
Das Wort "Carimentran" kommt vom Okzitanischen "Carême-entrant", das den Beginn der christlichen Fastenzeit bezeichnet. Die Fasnacht ist das Fest, das dieser Enthaltsamkeitszeit vorausgeht.
Die Sauvages-Tradition wird in mehreren alpinen und voralpinen Regionen Europas mit faszinierenden lokalen Varianten geteilt.
Die Fasnacht von Le Noirmont ist eine der wenigen Schweizer Fasnachten mit eigenem nationalen Eintrag in der Liste der lebendigen Traditionen, neben der Fasnacht Basel und dem Karneval von Bellinzona.
Das Rufen von "Connu, connu!" zur baichatte ist eine der ältesten rituellen Formeln, die in der jurassischen Mündlichkeit erhalten geblieben sind.
Häufige Fragen
Ist die Fasnacht für Kinder geeignet? Ja, weitgehend. Der Auftritt der Sauvages kann die Jüngsten erschrecken (Lärm, geschwärzte Gesichter, Verfolgungen), die übrigen Animationen sind aber familienfreundlich. Die Cliquen und bunten Kostüme faszinieren Kinder.
Gibt es Verpflegung vor Ort? Ja, zahlreiche Buvetten und Verpflegungsstände sind während der gesamten Fasnacht in den Strassen und Kellern von Le Noirmont aufgestellt. Lokale Spezialitäten, Glühwein und jurassisches Bier stehen auf dem Programm.
Muss man für die Abende reservieren? Aussenanimationen sind frei zugänglich. Für Keller- oder Saalabende (Silent Party, DJ-Abende) kann je nach Veranstalter ein Kostenbeitrag verlangt werden.
Wo sind die besten Plätze für den Sauvages-Auftritt? Brunnenplatz nahe der Kirche von Le Noirmont für den offiziellen Auftritt. Mindestens 30 Minuten vor dem Start (20.15 Uhr) ankommen, um einen guten Platz zu finden.
Von der Ferienwohnung Chez Nous in Les Breuleux aus ist die Fasnacht der Freiberge 7 Zugminuten entfernt. Es ist eines der authentischsten kulturellen Erlebnisse des Berner Juras, getragen von einer lebendigen Tradition, die vom Bund anerkannt ist. Ein Abend mit den Sauvages und ein Tag mit Cliquen in den Strassen von Le Noirmont, und Sie reisen mit Erinnerungen ab, die weit über die Fasnacht hinausreichen.
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